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Challenger 1

Challenger Trophy: Wer schlägt Henri Tuomaala

In seiner ersten Vollzeit-Saison in Euro NASCAR hat sich Henri Tuomaala in der regulären Saison als dominierende Kraft in der Challenger Trophy herausgestellt. Der Finne gewann die Wertung für Silber- und Bronze-Fahrer in der ELITE 1 in neun Rennen gleich sieben Mal. Er führt die Tabelle vor dem Startschuss in die Playoffs am Hockenheimring mit 18 Punkten Vorsprung auf Dario Caso, dem Trophy-Sieger 2016, an.

Der Memphis Racing Fahrer hat in der regulären Saison zwei Top-10-Ergebnisse geholt und liegt momentan auf Platz 16 der ELITE 1 Division. Sein bestes Rennen war der siebte Lauf am Autodrom Most, wo der 30-Jährige auf Platz acht gelandet ist. Sein zweites Top 10 holte der Finne zwei Wochen später bei seinem Oval-Debüt am Raceway Venray, wo er Zehnter wurde.

Tuomaala 1
Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

“Spanien war ein schwieriges Rennen für mich, weil ich nicht so richtig in Rhythmus gekommen bin”, so Tuomaala. “In Italien war es viel besser. In Brands Hatch folgten dann solide Resultate, jedoch haben wir einige Probleme mit dem Setup gehabt. Deshalb haben wir nicht das Ergebnis geholt, das wir uns erhofft hatten. Most war für alle neu und dort bin ich auf Platz acht gelandet und so habe ich wichtige Punkte für die Meisterschaft geholt. Das Oval in Venray war für mich etwas ganz Neues und deshalb bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden. In den Playoffs will ich mich weiter verbessern und den Sieg in der Challenger Trophy holen. Ich hoffe, dass wir das richtige Setup finden und in Hockenheim und Zolder gutes Ergebnisse einfahren.”

Dario Caso ist Zweiter in der Challenger Trophy und lauert mit nur 18 Punkten Rückstand hinter Tuomaala auf seine Chance. Der Italiener liegt außerdem auf Platz 18 der Gesamtwertung und wartet noch immer auf sein erstes Top-10-Ergebnis im Jahr 2019. Da in den Playoffs doppelte Punkte vergeben werden, hat Caso noch genügend Chancen, um die Lücke auf den Führenden zu schließen.

Caso 1
Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

Caso kennt die Challenger Trophy sehr gut, die er im Jahr 2016 schon selbst gewonnen hat. Der Fahrer von Racers Motorsport hat 44 ELITE 1 Division Rennen auf dem Buckel und war bereits in acht Rennen in der Sonderwertung siegreich. In Hockenheim und Zolder hat er vergangenes Jahr solide Resultate eingefahren: Im Jahr 2017 wurde er im ersten Rennen in Deutschland auf Platz 14 gewertet. In Belgien kam er im letzten Saisonrennen auf Rang zwölf ins Ziel. Im Jahr 2019 hat er seinen einzigen Sieg in der Challenger Trophy Wertung in Valencia im April geholt.

“Die erste Hälfte der Saison ist ganz gut verlaufen und ich bin mit unserer Leistung zufrieden, gerade in den vergangenen Rennen. Da waren wir näher an den Top 10 dran”, so Caso. “Es hat mir etwas an Konstanz gefehlt, aber ich blicke selbstbewusst auf die zwei verbleibenden Events. Die Strecken sind sehr schnell. Ich mag sie und wir haben Fortschritte mit dem Auto gemacht. Ich spiele in der Organisation des Teams eine größere Rolle und ich freue mich, in der Sommerpause meine Batterien aufladen zu können. Der einzige Weg, Henri zu schlagen, ist, vor ihm zu landen. Es wird einen spannenden Kampf geben. Er ist stark und sehr gut im Qualifying. Ich habe die Challenger Trophy schon einmal gewonnen und mein Ziel ist es, in die Top 10 der ELITE 1 Division zu fahren. Ich freue mich auf den Zweikampf mit Tuomaala. Ich wünsche ihm viel Glück! Der bessere Fahrer soll gewinnen.”

Ellen Lohr, die in der NASCAR Whelen Euro Series ein echter Rookie ist, liegt auf Platz drei der Challenger Trophy. Die Deutsche hat auf Tuomaala einen Rückstand von 37 Zählern. Die Motorsport-Ikone hat in der vierten Runde der ELITE 1 Division am Autodromo di Franciacorta ihren ersten Challenger Trophy Sieg eingefahren, als sie in ihrem Dexwet-df1 Racing Camaro auf Platz 14 ins Ziel kam.

Lohr 1 (1)
Credits: Fabio Grandi

Am Autodrom Most – Lohr kennt die Strecke sehr gut – holte sie einen weiteren 14. Platz, der aber nicht gereicht hat, um Tuomaala zu schlagen. Die ehemalige DTM-Piloten wartet noch immer auf ihr erstes Top-10-Ergebnis in der ELITE 1 Division.

“Es wird schwierig werden, auf Henri aufzuholen”, sagt Lohr. “Ich glaube, dass ich etwas Hilfe brauche, um die Lücke zu schließen. Der Kampf um Platz zwei ist hingegen völlig offen. Die nächsten zwei Rennen gehören zu meinen Heimrennen und da doppelte Punkte vergeben werden, hoffe ich, einen Schritt nach vorne machen zu können. Ich bin in der Region um Zolder aufgewachsen und kenne die Strecke sehr gut. Der Kurs war immer meine Heimstrecke. Alles ist möglich und das ist so toll am Euro NASCAR Racing.”

Der aktuelle Challenger Trophy Champion Kenko Miura liegt auf Platz vier mit nur sieben Punkten Rückstand auf Lohr. Die Playoffs waren in der Saison 2018, in der er die Challenger Trophy gewann, die Kehrtwende für den Japaner, der alles geben wird, um seinen Titel zu verteidigen und wieder in der NASCAR Hall of Fame zu feiern.

Die NWES Saison startet am 21. und 22. September in die heiße Phase: die Playoffs. Das Halbfinale findet am legendären Hockenheimring in Deutschland statt. Das Finale folgt am 5. und 6. Oktober am berühmten Circuit Zolder in Belgien. Wer wird die Challenger Trophy gewinnen und sich so die Einladung für ein NASCAR Rennen in Amerika sichern?

ELITE 1 DIVISION STANDINGS

Miura 1
Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard