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Delsaux ehrt das Andenken an sein Idol Jim Clark

Der ELITE 2 Division Champion Ulysse Delsaux hat in der vergangenen Woche eine einzigartige Erfahrung gemacht. Er nahm an der Eröffnung des Jim Clark Museums im schottischen Duns teil. Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer ist das große Idol von Delsaux.

Clark war einer der besten Formel-1-Fahrer in der Geschichte, nicht nur wegen seiner zwei Weltmeisterschaften (1963 und 1965), 25 Siegen und 33 Pole-Positions, sondern auch wegen seines perfekten Fahrstils und der respektvollen Aura, die ihn immer umgeben hat. Er hätte sicher noch mehr Titel geholt, wäre er nicht im Jahr 1968 am Hockenheimring in der Formel 2 tödlich verunglückt.

Die NASCAR Whelen Euro Series wird den Kurs in Deutschland am 21. und 22. September besuchen, um in die NWES Playoffs 2019 zu starten. Der NASCAR GP Deutschland ist für RDV Competition Fahrer Ulysse Delsaux immer etwas ganz Besonderes. Der 21-jährige Franzose aus Troyes hat zu Beginn seiner Karriere in Jim Clark ein Idol und Vorbild gefunden.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

Bevor es nach Deutschland geht, hat Delsaux die Chance ergriffen, Clarks Heimatstadt – Duns in Schottland – zu besuchen. Er hat Familienmitglieder von Clark getroffen und wurde von Ian Calder und Doug Niven zur Eröffnung des Museums eingeladen, das zu Ehren des verstorbenen Formel-1-Fahrers aufgebaut wurde. Das waren für Delsaux ganz besondere Tage, weil für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen ist.

EuroNASCAR.com (EuroNASCAR): Erzähle uns etwas über deine Reise nach Schottland und deinem Besuch im Jim Clark Museum. Wie war es, dort zu sein?

Ulysse Delsaux (UD): “Ich wollte die Familie von Jim Clark schon seit langer Zeit einmal besuchen, um herauszufinden wie und wo er gelebt hat. Ich wurde zur Eröffnung des Museums eingeladen und konnte die Chance einfach nicht verpassen. Es war einer der schönsten Momente in meinem Leben. Jim Clark ist mein Idol und Vorbild. Ich habe diesen Rennfahrer vor Ort kennenlernen dürfen. Ian Calder und Doug Niven, Jim Clarks Cousins, haben mich herzlich Willkommen geheißen. Ich bin ihnen sehr dankbar. Ich habe das Leben des Schotten und seine Heimat kennengelernt und das ist großartig.”

EuroNASCAR: Was bedeutet es für dich, Clarks Familie und seine Heimat kennengelernt zu haben?

UD: “Ich habe Menschen getroffen, die ihn sehr gut gekannt haben. Dazu gehört seine Familie, seine Cousins und auch eine seiner Schwestern. Ich habe seine Freundin aus den 1960er-Jahren kennengelernt und sie hat mir von seinen wichtigen Momenten wie dem Sieg in Indianapolis und in der Formel 1 berichtet. Ich habe die Farm besuchen dürfen, wo er gearbeitet, gefischt und gejagt hat. Ich durfte sogar ans Steuer eines Autos, das er gefahren ist. Darunter gehörte der 1955er Jaguar D-Type, den er in Paris hatte. Der Raum mit den Trophäen, die er gewonnen hat, ist wirklich beeindruckend. Der Lotus-F1-Wagen, mit dem er die Weltmeisterschaft gewonnen hat, war einfach einzigartig.”

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

EuroNASCAR: Warum hast du Jim Clark als dein Vorbild ausgesucht? Was macht ihn so besonders?

UD: “Jim Clark gehört zu meinen großes Vorbildern im Motorsport, weil er einer der besten Fahrer in der Geschichte war. Er hatte viel Talent und hat große Erfolge gefeiert. Ich mag auch seine Einstellung, die er damals hatte. Er war ein Kämpfer, der immer die Regeln und anderen Fahrer respektiert hat. Er hatte einen sauberen und präzisen Fahrstil.”

EuroNASCAR: Du hast auch Sir Jackie Stewart im Museum getroffen. Wie war es, mit solch einer Motorsport-Legende zu sprechen?

UD: “Es war ein magischer Moment, als mir Jackie Stewart vorgestellt wurde. Ich habe mit ihm über seinen Lebensstil und seine Rennsport-Karriere sprechen dürfen. Er ist mir in manchen Dingen gar nicht so unähnlich. Er hat mir zum Beispiel über seine Dyslexie erzählt, die erst spät diagnostiziert wurde. Er gibt viele Ähnlichkeiten zu mir und meinem Autismus.”

“Er ist eine echte Legende und ich war beeindruckt, dass er mich ermutigt hat, mein Abenteuer als Rennfahrer fortzusetzen. Es war eine ganz besondere Atmosphäre, weil er als Landsmann Jim geliebt und respektiert hat. Ich werde diese Momente, die ich zusammen mit einem dreimaligen Formel-1-Champion verbracht habe, nie vergessen.”

EuroNASCAR: Die Playoffs starten in Hockenheim, dem Ort, wo Jim Clark sein Leben verloren hat. Was ist dein Plan, um auf dieser historischen Strecke erfolgreich zu sein?

UD: “Die Reise hat mir sehr viel Energie gegeben, weil ich viele außergewöhnliche Menschen getroffen habe, die mich in den Playoffs unterstützen werden. Sie starten in Hockenheim, eine symbolische Strecke für die Schotten, weil Jim dort sein Leben gelassen hat. Es ist mir wichtig, dort mein Bestes zu geben. Ich werde hart arbeiten und mit dem Team unser Level erhöhen. Ich habe ein gutes Gefühl auf der Strecke und hoffe, dass sich die harte Arbeit in der Saison 2019 auszahlen wird. Es gibt doppelte Punkte, weshalb wir konzentriert und konstant sein müssen.”

EuroNASCAR: Was willst du deinen Fans noch mitteilen?

UD: “Ich bin stolz, die NASCAR Whelen Euro Series in Schottland im Jim Clark Museum vertreten zu haben. Ich habe leidenschaftliche Menschen aus dem Rennsport getroffen, die puren Motorsport lieben. Für alle Fans ist ein Besuch in Duns ein Muss. Ich danke Ian Calder und Doug Niven, die mir diese außergewöhnliche Möglichkeit geboten haben. Es war eine unvergessliche Zeit für mich, dank dem Jim Clark Trust Team. In ihrem Zeitplan haben sie sich das NWES Finale in Zolder notiert!”

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard