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EuroNASCAR 2 Champion Porträt: Lasse Sörensen

Mit seinem Meisterschaftssieg in der EuroNASCAR 2 2019 hat Lasse Sörensen nicht nur seinen einzigartigen Fahrstil unter Beweis gestellt, sondern auch seinen Kampfgeist, der zu einem Comeback geführt hat, das gleich in die NWES Geschichtsbücher eingegangen ist.

Der 22-Jährige aus Aalborg ist mit seinen 1,96 Metern Körpergröße kein typischer Rennfahrer. Seine Euro NASCAR Karriere startete unter keinem guten Stern: er verpasste den Saisonauftakt in Valencia. Der Däne stieg erst beim zweiten Euro NASCAR Event im italienischen Franciacorta dazu und überraschte dort sofort die NWES Welt, in dem er in seinem ersten Rennen gleich den Sieg holte. Der Dexwet-df1 Racing Fahrer startete von Platz zwei aus ins Rennen und sicherte sich mit nur einer Führungsrunde im 24 Runden langen Rennen den Sieg. Anschließend stellte er sich in der Victory Lane ganz vorsichtig auf die Tür seines Nr. 66 Camaros.

Im zweiten Rennen bewies Sörensen, dass sein Sieg am Vortag kein Zufall war: Er landete in der vierten Runde der ehemaligen ELITE 2 Division auf dem zweiten Platz. Nach dem Rennwochenende in Italien wurde Sörensen auf Platz 21 der Gesamtwertung gewertet – 63 Punkte hinter dem Tabellenführer Giorgio Maggi.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

Der magische Moment in Brands Hatch

Nach seinem dominanten Rennwochenende in Brands Hatch war klar, dass Sörensen zum Titelkandidaten werden wird. Der Dexwet-df1 Racing Fahrer sicherte sich in beiden Rennen beeindruckend die Siege. Der erste Triumph war etwas ganz Besonderes, als er im 30 Runden langen Rennen von Platz 27 aus auf dem Indy-Kurs an die Spitze fuhr. In der letzten Runde schnappte er sich die Führung, um seinen zweiten Karrieresieg einzufahren.

“Es hat sich toll angefühlt, solch ein spektakuläres Rennen zu gewinnen”, so Sörensen über sein Highlight der NWES Saison 2019. “Wir haben gezeigt, dass wir nie aufgeben, auch nicht bei solch einer Herausforderung wie in Brands Hatch.”

Am Folgetag war niemand schnell genug, um es mit Sörensen aufzunehmen. Der Däne sicherte sich seinen dritten Karriere- und zweiten Rennsieg in Folge. Der Rückstand auf Giorgio Maggi betrug nach dem UK-Wochenende nur noch 38 Punkte. Der Schweizer landete auf den Plätzen zwölf und drei.

Der Titelkampf wird immer enger

Beim NWES Debüt im tschechischen Most ging der Titelkampf zwischen Sörensen und Maggi in die nächste Runde. Der Schweizer gewann ein Rennen und sicherte sich einen zweiten Platz. Der Däne sprang von Platz fünf auf Rang vier in der Gesamtwertung. Zwei Wochen später verbuchte Sörensen am Raceway Venray sein schlechtestes Resultat in der Saison 2019: einen siebten Platz. Maggi wurde Vierter und baute so seine Führung wieder aus. Da aber nach der regulären Saison das schlechteste Resultat gestrichen wird, betrug der Abstand zwischen dem Dänen und dem Schweizer nur noch 15 Punkte – dazwischen lag noch Vittorio Ghirelli.

Wie schon oft in der NWES Geschichte entschied das Halbfinale über das Schicksal der Titelkandidaten. Ghirelli musste seine Hoffnungen auf den Meisterschaftssieg nach einem Crash in Kurve 1 aufgeben. Sörensen überzeugte mit einem zweiten Platz am Samstag und einem Sieg am Sonntag – der fünfte in der Saison 2019. Maggi holte im ersten Rennen einen Sieg, landete am Sonntag aber nur auf Platz vier. Der Abstand zwischen den beiden Titelaspiranten betrug vor dem Finale in Zolder nur noch elf Punkte.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

Der Showdown in Zolder

In Zolder sollte sich die Meisterschaft in der letzten Sekunde entscheiden! Mit einem Sieg verkleinerte Sörensen am Samstag den Rückstand auf Maggi auf nur einen einzigen Punkt.

“Es ging nur noch darum, fokussiert zu bleiben und mich nur noch auf mich selbst zu konzentrieren”, so Sörensen. “Ich musste alles geben, um den Rückstand aufzuholen.”

Am Sonntag entschied sich der Titelkampf zwischen Maggi und Sörensen im letzten Rennen. Beide starteten nebeneinander und der Regen brachte noch einen weiteren Unsicherheitsfaktor dazu. Vor den Augen der belgischen Zuschauer lieferten sich die beiden das ganze Rennen über einen fantastischen Kampf um den Sieg. Sörensen verteidigte alle Attacken von Maggi, der in den letzten Runden alles versuchte, um an Sörensen vorbeizukommen. Der Däne kam letztlich auf Platz eins ins Ziel und krönte sich so zum EuroNASCAR 2 Champion der Saison 2019. Er ist der erste Rookie, dem das gelungen ist.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

Für Sörensen zählt nur noch NASCAR

“Es ist großartig, den Meisterschaftssieg im letzten Rennen der Saison zu holen. Wenn du das Rennen fährst, geht es nur darum, dein Bestes zu geben. Das war der Schlüssel zum Erfolg in der Saison 2019”, sagt Sörensen, der auch die letzten Runden in Zolder zusammenfasst: “Ich habe mich darauf konzentriert, keine Fehler zu machen und so zu fahren, wie in den anderen Rennen der Saison. Ich hatte nur das Ziel, vor Maggi zu bleiben.”

Die engen Kämpfe und harte Wettbewerb der Euro NASCAR hat es Sörensen so richtig angetan: “Es geht nur um engen und puren Rennsport. Es ist toll, dass so viele Autos mit so kleinem Abstand um die Positionen kämpfen. Das macht die Euro NASCAR in der europäischen Motorsport-Landschaft so außergewöhnlich. Ich will im Jahr 2020 zurückkehren und Möglichkeiten finden, um in Amerika zu fahren. Ich werde alles geben, um in die Euro NASCAR zurückzukehren. Ich danke NASCAR und der Organisation von Team FJ für diese großartige Meisterschaft.”

Der neue EuroNASCAR 2 Champion hat sicher das Potenzial, schon bald ein Titelkandidat in der EuroNASCAR PRO zu werden. Die ehemaligen EuroNASCAR 2 Champions Gianmarco Ercoli, Thomas Ferrando und Stienes Longin haben es schon vorgemacht und ein Rennen in der Topdivision der NASCAR Whelen Euro Series gewonnen. Wenn er in die EuroNASCAR Pro aufsteigt, ist es nur noch eine Frage der Zeit, den dänischen Riesen wieder in der Victory Lane zu sehen.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard