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Castro zum Champion gekrönt, Dauenhauer holt ersten Sieg


Am Dienstagabend hat Team FJ am virtuellen Circuit Zolder den Sieger der ersten EuroNASCAR Esports Series gekrönt. In einem spannenden Saisonfinale in Belgien fuhr Tabellenführer Andre Castro im 30-minütigen Hauptrennen hinter Tobias Dauenhauer auf Platz zwei ins Ziel, was für den Meisterschaftssieg reichte. Der DF1-Racing-Fahrer sicherte dem Chevrolet Camaro mit der Startnummer 22 so auch 40 Punkte für die reale Teamwertung in der NASCAR Whelen Euro Series 2020.

RACE RESULTS | ENES POINTS STANDINGS | NWES TEAMS CHAMPIONSHIP

Castro hat sein Schicksal selbst in der Hand

Während Castro im Qualifying auf Platz drei landete, sprang für ihn im Vorlauf ein zweiter Platz heraus. Der Amerikaner erwischte im Hauptrennen einen guten Start und setzte sich gleich nach der ersten Kurve hinter Dauenhauer fest. Der deutsche Rookie musste das Rennen gewinnen, um seine Titelhoffnungen am Leben zu halten, während Castro ein Platz in den Top 3 für den sicheren Meisterschaftssieg reichte. Der 21-jährige Rennfahrer aus Chicago ging kein unnötiges Risiko ein und kam 1,1 Sekunden hinter Dauenhauer ins Ziel. Das reichte, um sich zum ersten ENES-Champion der Geschichte krönen zu lassen.

"Die Rechnerei ging mir die ganze Zeit durch den Kopf, insbesondere in den vergangenen zwei Wochen", so Castro. "Ich habe schnell herausgefunden, dass es egal ist, was die anderen tun, wenn ich auf das Podium fahre. Ich habe versucht, die Pole-Position zu holen, um mich aus dem Mittelfeld und dem Chaos herauszuhalten. Das hat nicht geklappt, weshalb ich von Platz drei aus ins Rennen starten musste. Ich habe aber einen guten Start erwischt und ab dann lief es problemlos. Es ist toll, der erste ENES-Champion der Geschichte zu sein und es ist besonders cool, eine EuroNASCAR-Meisterschaft im Pyjama gewonnen zu haben. Es gibt so vielen Menschen, denen ich danken möchte, wie dem Team, meinen Partnern und der Organisation, die diese tolle Show erst möglich gemacht hat."

Castros Meisterschaftssieg brachte DF1 Racing 40 Punkte für die Teamwertung in der NASCAR Whelen Euro Series 2020 ein.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Guillaume Hesnault

Dauenhauer feiert ersten ENES-Sieg

Vor dem Start des Saisonfinales in Zolder gehörte NWES-Rookie Tobias Dauenhauer noch zu den ENES-Titelkandidaten. Er brauchte einen Sieg und etwas Hilfe von Castro, um den ersten Platz noch zu erreichen. Castro tat ihm diesen Gefallen aber nicht. Durch seinen ersten Sieg sicherte sich Dauenhauer den zweiten Platz in der Gesamtwertung, der 35 Punkte in der Teamwertung für den Nr. 50 Ford Mustang von Hendriks Motorsport wert ist. Der Deutsche legte in Zolder einen starken Start-Ziel-Sieg hin.

"Für mich war es ein tolles Rennen, denn ich wollte diesen ENES-Rennsieg unbedingt holen", so Dauenhauer, der in Vallelunga in der EuroNASCAR-2-Meisterschaft sein NWES-Debüt feiern wird. "Ich bin sehr glücklich, denn ich habe heute mein Bestes für Hendriks Motorsport gegeben. Die Serie war für Fahrer und Sponsoren einfach perfekt. Ich danke jedem, der daran mitgearbeitet hat, diese Meisterschaft in so schwierigen Zeiten aufzubauen. Ich bin einer echter iRacing-Neuling, weshalb ich auch froh bin, nach einer spannenden ersten ENES-Saison auf Platz zwei zu stehen."

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Guillaume Hesnault

Hezemans mit frühem Crash, Pilate holt erstes Podium

Loris Hezemans ging als Gesamtzweiter in das Finale von Zolder und galt als engster Verfolger von Castro. Seine Titelträume platzten aber früh, denn dem aktuelle NWES-Champion wurde eine seiner Qualifying-Runden gestrichen. Im Hauptrennen wurde der Niederländer zudem in einen frühen Unfall verwickelt, weshalb er den Lauf nur auf Platz 35 beendete.

Nach seinem Vorlauf-Sieg, lieferte sich Feed-Vict-Racing-Rookie Simon Pilate mit Alon Day einen heißen Kampf um Platz drei. Der Belgier setzte sich durch und sicherte sich so sein erstes Podiumsergebnis. Alessandro Brigatti holte hinter dem Israeli sein erstes Top-5-Ergebnis der Saison. Day sicherte sich mit Platz vier den dritten Rang in der Gesamtwertung.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Guillaume Hesnault

Bryan Crauwels das beste Teammitglied in der Gesamtwertung

Bryan Crauwels ist mit seinem vierten Platz in der Gesamtwertung das beste Teammitglied der ersten ENES-Saison. Der Belgier, der für Braxx Racing an den Start ging, bekleidete außerdem eine Schlüsselrolle in der Saison, da er als Koordinator für die Entwicklung des fixen Setups in der Serie tätig war. Der NWES-Champion Hezemans komplettierte die Top 5, war aber punktgleich mit Ulysse Delsaux, der im Jahr 2018 den EuroNASCAR-2-Titel gewonnen hat.

Nach dem Ende eines spannenden iRacing-Abenteuers wird die NASCAR Whelen Euro Series am 12. und 13. September im italienischen Vallelunga wieder zu sehen – dieses Mal in der Realität.

In der Teamwertung gibt es folgende Ausgangslage: Der Nr. 22 Chevrolet von DF1 Racing startet mit 40 Punkten in die Saison, während der Nr. 50 Mustang von Hendriks Motorsport 35 Punkte verbuchen darf. Die Nr. 24 von PK Carsport hat 34 Punkte auf dem Konto. Der Nr. 78 Mustang von Braxx Racing und die Nr. 10 von RDV Competition folgen mit 33 und 32 Zählern. Die Autos von Feed Vict Racing (Nr. 8 Camaro), Not Only Motorsport (Nr. 89 Camaro), DF1 Racings (Nr. 23 Camaro), Hendriks Motorsport (Nr. 18 Mustang) and 42 Racing (Nr. 42 Mustang) runden die Top 10 ab.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Guillaume Hesnault