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Gianmarco Ercoli gewinnt den EuroNASCAR-PRO-Thriller in Grobnik

“Italia! Itatia!”, riefen die Fans, als Gianmarco Ercoli am Automotodrom Grobnik auf das Podium stieg, wo er seinen ersten Saisonsieg feierte. Der Italiener schnappte sich in Kurve 2 die Führung und verteidigte sich danach gegen alle Attacken von Loris Hezemans, Alon Day und Ex-Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve. Der CAAL-Racing-Fahrer führte 16 der 17 Runden der achten EuroNASCAR-PRO-Runde an. Dem 26-Jährigen gelang es damit, die Lücke in der Gesamtwertung zu verkleinern, während Hezemans weiterhin an der Spitze des Klassements steht.

Ercoli erwischte einen guten Start aus der ersten Reihe und setzte sich sofort an die Heckstoßstange des Niederländers, der von der Pole-Position gestartet war. In Kurve 1 der zweiten Runde vollzog der Römer das entscheidende Manöver gegen Hezemans: Er setzte sich neben den Nr. 7 Ford Mustang von Hendriks Motorsport, weshalb die beiden Tür-an-Tür durch mehrere Kurven fuhren. Am Ende lag der Nr. 54 Ford Mustang von CAAL Racing an der Spitze, der jetzt direkt vor Hezemans und Day fuhr.

In den folgenden Runden wurde Ercoli von Hezemans, Day und Villeneuve unter Druck gesetzt, doch er gab niemanden eine Chance, ihn zu überholen. Letztlich kämpften sechs Fahrer um den Sieg und es war der Italiener, der in Pure-Racing-Manier zum Sieg raste und sich damit seinen dritten EuroNASCAR-PRO-Karrieresieg sicherte.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Bart Dehaese

“Wenn ich ein Rennen anführe, dann fühle ich den Druck nicht, weil der auf meinen Verfolgern liegt”, so Ercoli, der außerdem den Kampf in der Junior Trophy für Fahrer bis einschließlich 25 Jahren gewann. “Das ganze CAAL-Racing-Team hat einen großartigen Job gemacht. Gestern ist uns der Sieg durch die Hände gerutscht, aber heute haben wir ihn klar gemacht. Wir stecken noch immer im Titelkampf und wir haben gezeigt, dass wir die Besten schlagen können. Wir wollten den Doppelsieg für CAAL Racing, aber das hat nicht geklappt. Wir versuchen es wieder in Zolder und der Kampf geht jetzt erst so richtig los. Im Moment bin ich einfach nur glücklich über den Sieg.”

Die Ereignisse überschlugen sich in der letzten Runde eines spannenden Rennens. Erst gab es einen Kontakt zwischen Lucas Lasserre und Villeneuve, die sich um Platz zwei stritten. Der Franzose versuchte spät, den Kanadier zu überholen, drückte den ehemaligen F1-Weltmeister dann aber von der Strecke. Das Ergebnis war eine 30-Sekunden-Strafe gegen Lasserre, der auf Rang elf zurückfiel. Villeneuve geriet ins Kiesbett und landete nur auf Rang 17. Es war Vittorio Ghirelli, der auf Platz zwei ins Ziel kam. Jedoch erhielt der Italiener eine 10-Sekunden-Strafe, weil er wiederum Lasserre von der Strecke schob. Deshalb wurde der Hendriks-Fahrer aus Fasano auf Rang vier zurückgestuft.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

Hezemans erbte den zweiten Platz in einem Rennen, dass für den Gesamtführenden einer Achterbahnfahrt glich. In Runde drei machte der Niederländer “einen dummen Fehler”, als er von Day überholt wurde. Anschließend verlor er den Rhythmus und fiel auf Rang acht zurück. Er schaffte es aber in den letzten Runden, die Lücke auf die Spitzengruppe zu schließen. Der 24-Jährige aus Eindhoven sicherte sich sein siebtes Top-5-Resultat in der Saison und behielt die Meisterschaftsführung.

Day rundete dahinter das Podium ab. Für den CAAL-Racing-Fahrer ging es in Runde neun auf Rang sechs zurück. Des Weiteren verlor er den Anschluss auf die Spitzengruppe. Er berappelte sich aber und erbte so den verbliebenen Platz auf dem Podium – auch mit ein wenig Hilfe der Vorfälle vor ihm. Weil Hezemans die Zolder-Runde wegen eines speziellen Commitments verpassen wird, hat Day noch immer die Chance, in den Titelkampf zurückzukehren – und das auf einem Kurs, auf dem er sechs Rekordsiege eingefahren hat. Zur Erinnerung: Nach Zolder darf jeder Fahrer die zwei schlechtesten Ergebnisse der regulären Saison streichen.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

Solaris-Motorsport-Fahrer Francesco Sini rundete die Top 5 ab, während Marc Goossens einen starken Lauf am Steuer des Nr. 77 Chevrolet Camaros von DF1 Racing in einen soliden sechsten Platz verwandelte. Sein Teamkollege Nicolo Rocca wurde vor Marko-Stipp-Motorsport-Pilot Romain Iannetta Siebter. Sebastiaan Bleekemolen und Ulysse Delsaux, der in der Junior-Trophy-Wertung Zweiter wurde, rundeten die Top 10 ab.

Fabrizio Armetta war Zwölfter, als das schwarz-weiß-karierte geschwenkt wurde, und toppte damit die Challenger-Trophy-Wertung für Bronze- und Silberfahrer in der EuroNASCAR PRO. Davide Dallara, der mit der Balance seines Nr. 89 Camaros von Not Only Motorsport zu kämpfen hatte, wurde 14. und damit Zweiter in der Challenger Trophy. Das Podium der Sonderwertung wurde von Yevgen Sokolovskiy abgerundet, der nur eine halbe Sekunde hinter Dallara ins Ziel kam.

Hezemans führt die Gesamtwertung nach EuroNASCAR PRO Runde 8 mit 294 Punkten auf seinem Konto an. Ghirelli liegt mit 25 Punkten Rückstand auf seinen Teamkollegen auf Rang zwei. Darauf folgte Ercoli, der mit seinem ersten Saisonsieg die Lücke verkleinert hat. Er liegt nun 32 Punkte hinter dem Niederländer, der am 30. und 31. Oktober beim Finale im italienischen Vallelunga alle Hände voll zu tun haben wird, wenn es um den NASCAR-Whelen-Euro-Series-Meisterschaftsring geht.

Die NASCAR Whelen Euro Series wird am 9. und 10. Oktober für das Finale der regulären Saison auf dem Circuit Zolder in Belgien in Aktion zurückkehren. Qualifying und alle Rennen werden live auf den EuroNASCAR-Plattformen – YouTube, Facebook, Twitch, NWES-App – und Motorsport.tv übertragen.

EURONASCAR PRO ROUND 8 LINKS: STARTING GRID | RESULTS | POINTS STANDINGS

Featured Image Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard 

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard