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Die italienische Flagge weht in Vallelunga: Gianmarco Ercoli schlägt zurück

“Wer braucht schon Leclerc, wenn wir Gianmarco Ercoli haben”, stand auf einem großen Transparent, das die Fans auf dem Autodromo di Vallelunga anbrachten. Der Italiener gab den Leuten, was sie wollten: einen Heimsieg in dominanter Manier gegen Alon Day. Ercoli überstand mehrere Neustarts in einem hektischen EuroNASCAR-PRO-Rennen in Italien und schlug nach einem dramatischen Samstagsrennen zurück.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Klemen Sofric

Ercoli erwischte im Nr. 54 CAAL-Racing-Chevrolet-Camaro einen perfekten Start in das 18-Runden-Rennen und verteidigte seine Führung vor Day und dem damaligen Tabellenführer Nicolo Rocca. Drei Fahrzeuge – Davide Dallara, Vittorio Ghirelli und Claudio Cappelli – kollidierten, weshalb in Runde 2 das Safety-Car zum Einsatz kam. Das Rennen wurde in Runde 6 mit einem weiteren starken Start des Römers wieder aufgenommen. Day setzte sich erneut auf den zweiten Platz und blieb Ercoli auf den Fersen.

Das Rennen unter grüner Flagge dauerte nicht lange an, da mehrere Unfälle passierten. Ghirelli, der das Rennen mit einer Runde Rückstand wieder aufnahm, bekam den Free Pass und die Rennleitung entschied sich diesmal für einen Single-File-Restart. Ercoli erwischte erneut einen guten Start und überquerte die Ziellinie mit 1,750 Sekunden Vorsprung auf Day. Der Italiener feierte vor der vollbesetzten Haupttribüne seinen zweiten Karriere-Sieg in Vallelunga.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Klemen Sofric

“Es war ein schwieriges Rennen, aber ich bin sehr schnell aus der ersten Reihe gestartet und konnte mein Tempo gut kontrollieren, denn davon hatten wir heute reichlich. Luli hatte ein sehr gutes Rennen und ich habe das Auto zum Sieg in der EuroNASCAR PRO gefahren. Wir waren von Beginn der Saison an sehr schnell, aber in dieser Saison habe ich nicht viel Glück. Ich habe den Sieg auf meiner Heimstrecke geholt und bin sehr glücklich”, sagt Ercoli vor dem erwähnten Banner in der Victory Lane.

Day, der Sieger des Samstagsrennens, hatte das große Ganze im Blick und erwartete einen “aggressiven Gianmarco, der nichts zu verlieren hatte”. Der PK-Carsport-Fahrer ging auf Nummer sicher und brachte als Zweiter wichtige Punkte im Meisterschaftskampf nach Hause. Der dreimalige israelische NWES-Champion kletterte nicht nur erneut auf das Podium – seine Karrieresumme erhöhte sich auf 48 – sondern er verdrängte auch Rocca von der EuroNASCAR-PRO-Spitze. Day erhielt das rote Whelen-Banner für die Meisterschaftsführung mit einem Vorsprung von zwölf Punkten auf Rocca und Martin Doubek. Außerdem wurde er mit dem Tijey Fastest Driver Award ausgezeichnet.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Klemen Sofric

Giorgio Maggi hat seit seinem ersten Podium der Saison in Brands Hatch richtig Schwung aufgenommen. Der Schweizer stürmte zum dritten Mal in Folge in die Top 3 und feierte das viertes EuroNASCAR-PRO-Podium in seiner Karriere. Der Race-Art-Technology-Fahrer setzte sich gegen den EuroNASCAR-2-Champion Martin Doubek durch, der knapp vor dem Brands-Hatch-Sieger Alexander Graff ins Ziel kam. Auch in der Junior Trophy stand Maggi zum vierten Mal in Folge ganz oben auf dem Treppchen.

Romain Iannetta wurde Sechster, während Henri Tuomaala als Siebter seinen 18. Sieg in der Challenger Trophy – der Sonderwertung für Bronze- und Silberfahrer – einfuhr. Yevgen Sokolovskiy erzielte als Achter seine erste Top-10-Platzierung in der EuroNASCAR PRO und wurde Zweiter in der Challenger-Trophy-Wertung. Frederic Gabillon und Fabrizio Armetta rundeten die Top 10 ab. Der Franzose erholte sich von einer Kollision beim ersten Restart, während der Italiener das Podium in der Challenger Trophy komplettierte.

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Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Klemen Sofric

Thomas Krasonis und Alex Sedgwick standen zusammen mit Maggi auf dem Podium der Junior Trophy für Fahrer bis 25 Jahre. Der Grieche kam als Elfter ins Ziel, während der Brite die Ziellinie als 15. überquerte. Rocca erlebte “ein frustrierendes Wochenende”: Die Kupplung seines Chevrolet Camaro mit der Startnummer 56 versagte während des Rennens und zwang den Italiener zur Aufgabe. Dies beendete die 18 Rennen andauernde Serie von Top-10-Platzierungen des CAAL-Racing-Piloten und warf ihn von der Meisterschaftsführung zurück.

Rocca ist bereit, zurückzuschlagen, wenn die NASCAR Whelen Euro Series ihre Sommerpause am 3. und 4. September im Autodrom Most in der Tschechischen Republik beendet, einer Strecke, auf der der Italiener 2019 bereits gewonnen hat. Das Qualifying und alle Rennen werden live auf dem NWES-YouTube-Kanal, Motorsport.tv und zahlreichen TV-Diensten aus der ganzen Welt übertragen.